KON-MED ruft zu antifaschistischen Demonstrationen auf

Vor vierzig Jahren fand in der Türkei ein blutiger Militärputsch statt. Aus diesem Anlass finden am Samstag in zahlreichen Städten in Deutschland Demonstrationen statt. Der kurdische Dachverband KON-MED ruft zu Teilnahme auf.

Der kurdische Dachverband KON-MED (Konfederasyona Civaken Kurdistaniyen li Almanya) ruft zum Jahrestag des Militärputsches in der Türkei vom 12. September 1980 zur Teilnahme an antifaschistischen Demonstrationen im gesamten deutschen Bundesgebiet auf.

„Seit dem faschistischen Militärputsch vom 12. September 1980 sind vierzig Jahre vergangen. Wir erinnern ein weiteres Mal an die Kurd*innen, Revolutionär*innen, Werktätigen, Intellektuellen und alle Menschen, die zu Hunderttausenden gefoltert und zu Zehntausenden in die Kerker gesteckt wurden. Ein weiteres Mal wollen wir Überzeugung betonen, dass der von ihnen erlittene Schmerz und geführte Kampf unbedingt mit einem freien Kurdistan und einem demokratischen Mittleren Osten gekrönt werden wird“, heißt es in dem Aufruf.

KON-MED weist in dem Aufruf auf das Ziel des Militärputsches hin: Der sozialistische, revolutionäre und kurdische Befreiungskampf sollte für mindestens fünfzig Jahre niedergeschlagen und der Faschismus institutionalisiert werden. Heute kann dieser institutionalisierte Faschismus nur durch den gemeinsamen Kampf des kurdischen Volkes und der demokratischen Kräfte der Völker der Türkei zerschlagen werden, so der Dachverband: „Wenn dieser Kampf nicht geführt wird, wird die ideologische Herrschaft des Faschismus weiter ausgebaut werden und die mörderische und kolonialistische Diktatur wird sich ungehemmt verfestigen.“

Am Samstag finden in mehreren Städten in Deutschland Aktivitäten statt, die von KON-MED und weiteren Organisationen veranstaltet werden. Bei den zentralen Aktionen handelt es sich um folgende:

Düsseldorf: 14 Uhr, Hauptbahnhof

Stuttgart: 16 Uhr, Lautenschlager Straße

Heilbronn: 14 Uhr, Theresienwiese

Berlin: 16 Uhr, Potsdamer Platz

Frankfurt: 15 Uhr, Hauptwache

Darmstadt: 15 Uhr, Friedensplatz

Saarbrücken: 15 Uhr, Europagalerie

Braunschweig: 10.30 Uhr, Schlossarkaden

Quelle: ANF