KON-MED: Erdoğan ist Schutzpatron des Terrors

Am diesem Wochenende finden bundesweit Gedenkkundgebungen für die Opfer der islamistischen Anschläge von Paris, Nizza und Wien statt. Der kurdische Dachverband KON-MED ruft zur Teilnahme auf.

In mehreren deutschen Städten finden am Samstag Gedenkkundgebungen für die Opfer der islamistischen Anschläge von Paris, Nizza und Wien statt. „Islamistische Terroristen sind keine Einzeltäter. Der Dschihadismus wird seit Jahrzehnten von NATO-Ländern gefördert, um den Mittleren Osten zu destabilisieren und ihre wirtschaftlichen und geopolitischen Interessen zu stärken. Das muss jetzt enden“, erklärt der bundesweite kurdische Dachverband KON-MED (Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland) und ruft zur Teilnahme auf.

Bei einem Terroranschlag in Österreichs Hauptstadt Wien sind am Montagabend vier Menschen getötet und 22 verletzt worden, der Attentäter wurde erschossen. Am 29. Oktober wurden im französischen Nizza drei Menschen von einem Islamisten erstochen, dreizehn Tage zuvor wurde in Paris der Lehrer Samuel Paty enthauptet. „Die tödlichen Anschläge erfüllen uns mit Trauer, Wut und Empörung. Den Angehörigen und Freunden der Opfer möchten wir unser tiefstes Mitgefühl aussprechen”, erklärt KON-MED.

„Wir verurteilen die Attentäter und die menschenfeindliche Gewalt unter Berufung auf den Glauben. Es sind der Diktator Recep Tayyip Erdoğan und der AKP/MHP-Faschismus, unter deren Schirmherrschaft diese IS-Barbarei steht, genährt und bewaffnet wird. Erdoğan ist der Schutzpatron des Terrors. Dennoch genießt er weiterhin die Unterstützung der europäischen Staaten in militärischer, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht und kann auf Rüstungsexporte zählen“, heißt es in einer Stellungnahme des Dachverbands.

Die historischen Erfahrungen hätten gezeigt, dass der türkische Staatspräsident der europäischen Staatengemeinschaft und ihren Völkern Angst einflößen und sie mit Terroranschlägen erpressen wolle, um seine Macht zu festigen. „Europa darf die unter Zuhilfenahme von Dschihadisten geführten Kriege und Massaker in und um Kurdistan nicht länger ignorieren. Insbesondere die Bundesregierung muss ihre milliardenhohe Förderung und ihre Waffengeschäfte mit dem Despoten sofort beenden.“

KON-MED unterstreicht, dass Erdoğans jüngste Hassreden gegen Europa Islamisten weltweit mobilisiert haben: „Es ist notwendig, gemeinsam gegen die faschistische AKP/MHP und deren islamistische Banden zu kämpfen – nicht nur innen, sondern auch außen. Europa muss dem Erdoğan-Regime harte Sanktionen auferlegen. Der türkische Staat ist nicht nur in Syrien aktiver Förderer der IS-Ideologie, sondern betätigt sich auch in vielen anderen Ländern der Region als Kriegsinitiator. Nach den Aggressionen in Libyen, Südkurdistan und Arzach (Bergkarabach) hat die türkische Kriegspolitik nun auch das Tor nach Europa durchquert. Es ist an der Zeit, dass Staaten und Regierungen sowie die Zivilgesellschaft Verantwortung übernehmen und gegen den Erdoğan-Faschismus und Dschihadismus die Initiative ergreifen. Als KON-MED rufen wir die kurdische Gemeinschaft und alle anderen Völker, die sich für Frieden, Freiheit, Demokratie und eine pluralistische Gesellschaft einsetzen dazu auf, an den Gedenkkundgebungen für die Opfer der Anschläge in Frankreich und Österreich teilzunehmen und die Menschlichkeit zu verteidigen.”

Aktionsplan
Köln, 14 Uhr, Hauptbahnhof
Duisburg, 15 Uhr, Hauptbahnhof
Hamburg, 15 Uhr, Bahnhof Sternschanze
Hildesheim, 15 Uhr, Angoulêmeplatz
Frankfurt (Main), 16 Uhr, Hauptwache
Mannheim, 17.30 Uhr, Hauptbahnhof
Berlin, 14.30 Uhr, Brandenburger Tor / Pariser Platz

Quelle: ANF

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